11.10.2026: Grasfrosch.

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Entspannter Seeräuber.

Der Tag fing sehr früh an. Um 3:30 Uhr hieß es aufstehen um mit Kilian Schönberger (kilianschoenberger.de) auf dem Beslergrat Fotos vom Sonnenaufgang zu machen. Es war ein Fest für die Sinne und ein paar Bilder findest Du in meinem Beitrag vom 31.08.2026. Um kurz vor 11 Uhr vormittags war ich allerdings schon wieder zurück und es fühlte sich an, als ob bereits ein kompletter Tag vergangen wäre. Mein ursprünglicher Plan, mich erst einmal ein wenig aufs Ohr zu legen und etwas zu schlafen, schlug fehl. An Schlaf war irgendwie nicht zu denken, also schnappte ich mir meine Kamera und zog einfach los für eine zweite Fototour an diesem Tag.

Ziel war es, einen schönen Spot in der Nähe unserer Ferienwohnung zu finden, um dort am nächsten Tag wieder in aller Herrgottsfrüh hinzuwandern. Sonnenaufgang, ist ja klar. Allerdings nicht alleine, sondern mit meiner Frau und meiner Tochter. Ich fand einen schönen Baum auf einer weiten Wiese und in Richtung Osten war der Blick frei - Mission erfüllt, ich hätte zurückgehen können. Aber es zog mich wieder weiter und ein paar hundert Meter später kam ich an einem kleinen See vorbei, der unterhalb von steilen Felswänden früher vermutlich mal ein kleiner Steinbruch war.

Es schwirrten einige Libellen umher und so versuchte ich mein Glück - das mir tatsächlich hold war und es entstand ein ganz passables Foto einer Libelle im Flug. Als die Libellen dann zwischendurch mal so gar keine Lust mehr hatten auch nur in meine Nähe zu propellern, fiel mir ein ziemlich tiefenentspannter Frosch auf, der so vor sich hin dümpelte. Welch Abwechslung ein ruhiges Tierchen zu fotografieren im Vergleich zu den rasenden Insekten! Ich hatte also eigentlich alle Zeit der Welt und trotzdem dachte ich nicht daran, mal die ISO herunterzuschrauben und die Belichtungskorrektur auf Null zurückzusetzen. Selbst bei den 400mm Brennweite war eine 5.000stel Sekunde Verschlusszeit für diesen Grasfrosch komplett übertrieben. Nun, sei's drum - denn in der Nachbearbeitung war es dann später wieder faszinierend zu sehen, wie gut zum einen die Canon EOS R5 das Bildrauschen selbst bei ISO 6.400 im Griff hat und zum anderen, wie gut die Software zum Entrauschen mittlerweile ist um die technische Bildqualität nochmals zu verbessern.

Da dümpelte er also, der dösende Grasfrosch - denn tagsüber sind diese bis zu 10cm großen und etwa 100 Gramm schweren Amphibien kaum aktiv und ruhen sich eher aus. In der Nacht sieht es dann anders aus, wenn es für sie heißt auf Jagd zu gehen um Käfer, Heuschrecken, Spinnen und anderes Kleingetier zu erhaschen.

Falls Du wissen möchtest, wie Du Deine Kamera am besten hältst um auch bei längeren Belichtungszeiten und Brennweiten Fotos nicht zu verwackeln ohne auf blitzschlagkurze Verschlusszeiten zu setzen, wirf mal einen Blick auf und in mein Buch "Fotografieren ohne Nervenzusammenbruch".

Spot aufrufen

Exif-Daten

Body und ObjektivCanon EOS R5Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM
AufnahmedatenISO 64001/5000400mmF8
Kompensation-2 EVkein Blitzkein Stativ
BildbearbeitungDxO Photolab 10

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