Markus Hübner - Fotografie
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25.09.2017: Tradition.
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25.09.2017: Tradition.

Etwa 100 Tage dauert der Alpsommer im Allgäu. Zu Beginn dieser Zeit im Frühsommer wird das Vieh verschiedener Bauern auf die mittlerweile schneefreie Sommerfrische getrieben - die saftigen Wiesen in höheren Lagen. Zum Ende des Sommers im September/Oktober werden die Herden dann zurück in das Tal geholt und auf einem großen Platz im Dorf - dem Scheidplatz - wieder getrennt. Daher auch die Bezeichnung "Viehscheid", die einem Nationalfeiertag gleich kommt. Die Tiere werden geschmückt, allen voran die Kranzkuh. Dieses besonders herausgeputzte und meist mit einer imposanten Blumenkrone geschmückte Tier, bekommt man allerdings nur dann zu sehen, wenn es im Laufe des Alpsommers weder bei Mensch noch Tier einen tödlichen Unfall gab.

In einer Prozession zum und durch das Dorf werden die Herden den Dorfbewohnern und heutzutage sehr vielen Touristen mit berechtigtem Stolz und unter ordentlichem Läuten der Kuhglocken vorgeführt. Dabei sind die Treiber und Treiberinnen nicht weniger herausgeputzt als die Kühe und Kälber selbst. Fleißige Packesel werden natürlich genauso geschmückt. Ein bewegendes Erlebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass - vor allem früher - an den Tieren Existenzen hängen und jedes einzelne wertvoll ist. Das das Ganze mit einem ordentlichen Volksfest mit Bier, Brezn, Kuchen und Ufftata einher geht, versteht sich von selbst. So auch die Viehscheid am 19. September dieses Jahres in Bolsterlang, bei der einige hundert Tiere der Alpen Hinteregg, Zunkleiten und Bolgen empfangen wurden.

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